Vor dem Hausbau müssen neben Bauplänen, Kalkulationen und rechtlichen Fragen auch ganz einfache, aber dennoch wichtige Faktoren geklärt werden. Wie sieht der Boden aus, auf dem ich mein Haus bauen möchte? Könnten wir Probleme mit der Feuchtigkeit bekommen, falls wir das Haus unterkellern wollen? Wie sind die geologischen Verhältnisse unseres Grundstücks? Um Antworten auf all diese Fragen zu bekommen und den ersten Stein für das Fundament ruhigen Gewissens zu legen, ist ein Bodengutachten unabdingbar.

Vor der Grundsteinlegung

Auf unbekanntem Terrain tastet man sich auch zu Fuß erst nach und nach voran, um zu sehen, ob der jeweilige Untergrund das Körpergewicht trägt und wie der Boden beschaffen ist. Ist der Boden matschig und nass? Und ist das Eis auf dem See inzwischen so dick gefroren, dass es mein Körpergewicht tragen kann? Diese Überlegungen sollten sich auch angehende Hausbauer stellen, wenn sie ihr Eigenheim stabil, trocken und sicher erbauen wollen. Ein jeder Boden ist anders und geologische Faktoren müssen vor dem Hausbau auf jeden Fall untersucht werden.

Das Bodengutachten

Dazu bieten Unternehmen wie Kati (www.kati-bau.de) ein sogenanntes Bodengutachten an, das vor dem Neubau eines Hauses auf dem entsprechenden Grundstück durchgeführt wird. Mit speziellen geotechnischen Geräten macht die Firma Kati Aufschlussbohrungen, Sondierungen und weitere Erkundungen, um dadurch Messungen im Grundwasser und der Bodenluft durchzuführen. Dadurch wollen vor Baubeginn genaue Aussagen über die Tragfähigkeit des Bodens, die Grundwassernähe und die Bodenart aufgestellt werden, um die Erbauung des Gebäudes zu berechnen. Diese Untersuchungen dienen lediglich bautechnischen Zwecken, sind aber unabdingbar für ein sicheres Fundament und einen sicheren Bau des Eigenheims.

Bodengutachten sehen in den meisten Fällen folgende Untersuchungen vor:

  • Feststellung der Bodenart
  • Bodenmechanische Verhältnisse
  • Bodenklasse
  • Trockenhaltung des Bauvorhabens
  • Grundwasserverhältnisse
  • Erforderliche Gründung des Bauvorhabens
  • Regenwasserversickerung
  • Muldenversickerung
  • Rigolenversickerung

Geotechnische Untersuchung für bautechnische Zwecke

Die Kosten für eine derartige Bodenuntersuchung vor Baubeginn belaufen sich in der Regel auf 450 bis 600 Euro. Dies mag auf den ersten Blick als viel Geld bei den ohnehin hohen Kosten wirken, bedenkt man allerdings, dass man dadurch Bau- und Einsturzschäden im sechsstelligen Bereich vorbeugen kann, dann erscheint diese Investition doch wieder schnell sehr lohnenswert. In der Tat sollte ein derartiges Gutachten vor jedem Hausbau durchgeführt werden, damit sich der Bauherr in trockenen Tüchern und auf der sicheren Seite schätzen kann. Schäden in Folge fehlerhafter oder mangelhafter Gründung können so ausgeschlossen werden und der Bauherr kann sich so ruhigen Gewissens auf die Fertigstellung seines Eigenheims und ein langes und sicheres Leben darin freuen.