Energie sparen: Heizung mit Stromerzeugung

Beim Heizen kann jeder inzwischen einen Mehrwert erzielen. Wer heute eine neue Heizanlage einbaut, muss nicht unbedingt nur für die Wärme im Haus etwas tun. Die neuen Heizanlagen können auch Strom fürs eigene Haus erzeugen. Dieser Mehrwert wird in kombinierten Geräten erzielt, sogenannten Mini-Blockheizwerken.
Die Technik basiert auf der Kraft-Wärme-Kopplung, die in einem mechanischen Prozess Strom erzeugt und die Abwärme dieses Prozesses zu Heizzwecken nutzt. Man muss sich diese Geräte im Prinzip wie einen großen Auto-Motor vorstellen. Nur dass die Blockheizwerke, kurz BHKW genannt, für ihren Zweck Erdgas oder Heizöl benötigen.
Die größten Einsparungen erzielt man mit einem BHKW, wenn es möglichst immer in Betrieb ist, der Motor also ständig läuft. Der dadurch erzeugte Strom wird entweder direkt im Gebäude verbraucht oder er wird, wenn mehr Strom erzeugt als verbraucht wird, in das örtliche Stromnetz eingespeist. Dank der Förderung der Kraft-Wärme-Kopplungstechnik erhält der Betreiber eines BHKW für jede eingespeiste Kilowattstunde Strom eine erhöhte Vergütung. Diese ist im Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzt aus dem Jahr 2002 festgelegt.
Derzeit beträgt die Vergütung 1,94 Cent pro kWh. Aber auch der im eigenen Haus verbrauchte Strom wird durch dieses Gesetz bezuschusst. Ziel ist eine Verminderung des CO2-Ausstoßes durch die Ressourcen-sparende Kraft-Wärme-Kopplungstechnik. Mit einem Mini-BHKW wird also nicht direkt Energie gespart, Eigentümer der Anlagen müssen diese jedoch nicht mehr zukaufen und die doch recht teuren Anlagen rechnen sich durch die Zuschüsse.
Es lohnt sich jedoch leider nicht, ein solches Mini-BHKW im Einfamilienhaus einzusetzen. Dort läuft eine Heizanlage durchschnittlich 1500 bis 2000 Stunden pro Jahr. Eine Kraft-Wärme-Kopplungsanlage in Mini-BHKW-Form sollte jedoch mindestens 2500 bis 3000 Stunden pro Jahr laufen. Vor allem sollte sie auch im Sommer in Betrieb sein, wenn eigentlich die Heizung abgeschaltet wird. Sie erzeugt also auch im Sommer Wärme, die im herkömmlichen Einfamilienhaus dann verpufft, weil sich nicht verbraucht wird. Zwar kann noch das Brauchwasser für Dusche und Badewanne erwärmt werden, dies verbraucht jedoch bei weitem nicht die gesamte erzeugte Wärme.
Die Anlagen lohnen sich also eher bei Mehrfamilienhäusern oder Gewerbebetrieben, die wärmeintensiv arbeiten. Außerdem liegt eine gewisse Unsicherheit in der staatlichen Förderung, von der die Wirtschaftlichkeit der Anlagen abhängt. Diese wird in der Politik immer wieder diskutiert und wurde zuletzt im Jahr 2010 sogar abgesenkt.