Fast ein jeder hat ihn irgendwann mal in Haus oder Wohnung - den Schimmel. Und hat man ihn erstmal, ist es sehr schwer in wieder zu einhundert Prozent loszuwerden. Am besten ist es daher, den Schimmel möglichst gar nicht erst aufkommen zu lassen. Wie das geht, und was man tun kann, wenn der Schimmel trotzdem auftaucht, erklären wir in diesem Artikel.

Korrektes Lüften

Um dem Schimmel gar nicht erst die optimalen Bedingungen zu geben, die der gesundheitsschädliche Pilz zum Wachsen braucht, ist das richtige Lüften einer der wichtigsten Punkte. Viele Hausbesitzer lüften falsch und/oder zu wenig. Gerade in der warmen Jahreszeit glauben viele, es sei richtig, die Kellerfenster im Sommer zu öffnen, damit die Feuchtigkeit aus dem Keller verdunstet. Doch genau das ist der falsche Weg, denn die warme Luft kühlt im Keller rasch ab und schlägt sich als Feuchtigkeit an den Wänden nieder. Dadurch wird der Schimmel nur noch mehr gefördert, daher sollte man gerade im Sommer die Kellerfenster an heißen Tagen eher geschlossen halten.

Im restlichen Haus oder in der Wohnung kann man allerdings gerne auch an heißen Tagen lüften, vor allem wenn feuchte Wäsche im Hausinneren getrocknet wird, verteilt sich ohne unzureichendes Lüften die Feuchtigkeit schnell im ganzen Raum. Es reicht schon, wenn man morgens und abends je 10 Minuten großzügig die ganze Wohnung oder das ganze Haus durchlüftet. Lüftet man nicht ausreichend, kommen bei einer vierköpfigen Familie schnell mal bis zu 12 Liter Wasser pro Tag zusammen, und dies nur durch körpereigene Ausdünstungen, Wäsche waschen und Kochen.

Entfernung von Schimmel

Ist nur eine kleine Fläche vom Schimmel befallen, so kann man sich selbst an die Entfernung des Schädlings wagen. Allerdings sollte man dabei eine Atemschutzmaske, etwa aus dem Baumarkt tragen, da die Schimmelsporen auch über die Atmung aufgenommen werden können. Die besten Mittel zum Schimmelentfernen sind 70prozentiger Alkohol oder Wasserstoffperoxid. Das Hausmittel Essig hilft zwar auch gut gegen Schimmel, allerdings hilft Essig nur auf metallischen oder keramischen Flächen. Ist die vom Schimmel befallene Fläche allerdings größer als ein Quadratmeter, sollte man unbedingt eine Fachfirma mit der Entfernung beauftragen; die sind zwar meist nicht ganz billig, dafür hat man aber die Sicherheit, dass der Schädling wirksam entfernt wird und das auch auf Dauer.

Bevor man eine Firma beauftragt, kann man sich beim Gesundheitsamt über seriöse Schadstoffentferner informieren um sicherzugehen, dass man sich auch wirklich einen Experten ins Haus holt. Eine professionelle Schadstoffbeseitigungsfirma hat auch die benötigten Spezial Werkzeuge wie Bohrer, Chemikalien, Schutzkleidung, etc., die eigens für den Zweck der Schadstoffbekämpfung entwickelt wurden. Beauftragt man bei Schimmelbefall, der größer als einen Quadratmeter ist, keine Profifirma, kann es gut sein, dass sich der Schimmel in Windeseile im ganzen Haus verteilt. Dann kann es gut mal sein, dass neben Decken und Wänden auch Textilien, Kinder Spielzeug oder auch Lebensmittel vom Schimmel befallen werden. Um sich und seine Familie zu schützen, sollte man daher unbedingt auf eventuellen Schimmelbefall achten und sobald man erste Anzeichen entdeckt, auch sofort reagieren.