Baustellen sind in der heutigen Zeit noch immer Arbeitsplätze, die erhebliche Unfall- und Gesundheitsrisiken bergen. Auf Baustellen gibt es in etwa doppelt so viele Unfälle wie in allen anderen Bereichen der gewerblichen Wirtschaft. In sehr viele Fällen enden Arbeitsunfälle auf Baustellen mit sehr schwerwiegenden Verletzungen.

Nicht selten sterben die Unfallopfer an ihrem Arbeitsplatz. Auf Baustellen ist die Anzahl der bei Arbeitsunfällen getöteten Personen fast vier mal so hoch wie in der restlichen gewerblichen Wirtschaft. Abstütze, zum Beispiel von Baugerüsten, kommen dabei laut einer Statistik ganz besonders häufig vor. Tragischerweise hätten viele dieser Unfälle mit tödlichem Ausgang vermieden werden können, denn in sehr vielen Fällen sind die Unfälle auf Planungs- und Organisationsfehler zurück zu führen.

Arbeitsbedingungen auf Baustellen

Die Bauwirtschaft gilt als einer wichtigsten Wirtschaftszweige in der Bundesrepublik Deutschland. Im Vergleich zu vielen anderen Wirtschaftszweigen sind im Bereich Bau die Arbeitsbedingungen als schwierig zu bezeichnen. Die Arbeit auf der Baustelle ist gekennzeichnet von regelmäßigen Veränderungen der Arbeitsumgebung, einer hohen Unfallgefahr, starker körperlicher Beanspruchung, großem Zeit- und Termindruck sowie ungünstigen und ständig wechselnden Witterungsbedingungen wie Wind, Regen oder starke Sonneneinstrahlung. Ein hohes Gefahrenpotential kann zudem entstehen durch herumliegendes Baumaterial, unzureichend gesicherte Gerüste und Schächte sowie eine nicht ausreichende Beleuchtung.

Gewährleistung von Arbeitsschutz

Um die überdurchschnittlich hohe Anzahl von Arbeitsunfällen zu bekämpfen, wurden für die Bauwirtschaft Regelungen erlassen, die den Arbeitern auf Baustellen den notwendigen Arbeitsschutz gewähren sollen. So sind in der Arbeitsstättenverordnung die technischen Mindestanforderungen für die Arbeit auf Baustellen festgehalten. In dieser wird unter anderem auf das Tragen angemessener Schutzkleidung hingewiesen. Unter anderem sollten Bauarbeiter einen Held und schützende Sicherheitsschuhe tragen, um vor herabfallenden Gegenständen sicher zu sein. Derartige Schuhe sind besonders bei höheren Belastungen von zentraler Bedeutung. Sie stabilisieren die Muskulatur der bei der täglichen Arbeit stark beanspruchten Füße und sind sowohl im Hoch- als auch im Tiefbau als angemessene Schutzkleidung zu gebrauchen.

Baubetriebe können, anders als stationäre Betriebe, den Arbeitsschutz für jede ihrer Baustellen nach individuellen Vorstellungen gestalten. Je nach Fortschritt der Bauarbeiten ändern sich die Bedingungen am Arbeitsort von Zeit zu Zeit. Aus diesem Grund sollte die getroffenen Schutzmaßnahmen dem jeweils vorliegenden Baufortschritt angepasst werden.

Wer ist für den Arbeitsschutz zuständig?

Für den Arbeitsschutz auf Baustellen ist neben dem Arbeitgeber, also in den meisten Fällen der Baufirma, und dem jeweiligen Bauleiter ebenfalls der Bauherr zuständig. Letzterer sollte sich bereits während der Phase der Vorbereitung des Bauvorhabens mit den Möglichkeiten und Notwendigkeiten des Arbeitsschutzes auseinander setzen.