Meistern der Gartenkunst gelingt es selbst auf der kleinsten Fläche ein kleines Gartenparadies zu erschaffen. Doch ihre Kunst beruht nicht auf Zauberei, sondern auf der Kenntnis der Ansprüche, die die Pflanzen an ihren Standort stellen. Mit dem entsprechenden Wissen gelingt es jedem, aus seinem Garten ein blühendes und gedeihendes Prachtstück zu machen.

Die Bepflanzung eines optimal angelegten Gartens ist so ausgewählt, dass sich das ganze Jahr über verschiedene Pflanzen mit ihren Blühperioden abwechseln, sodass in den diversen Beeten in jeder Jahreszeit Blüten, Fruchtstände, üppiges Grün oder das im Winter kahle Astwerk für einen schönen Anblick sorgen.

Die Mischung macht den Garten

Wenn man jetzt überlegt, an welchen Stellen im Garten während des vergangenen Jahres unschöne Lücken auftraten, dann hat man schon einmal einen wichtigen Anhaltspunkt für Verbesserungen. Mehrjährige Pflanzen, die an ihrem Standort eher ein kümmerliches Dasein führten, erblühen oft zu neuer Pracht, wenn man sie an einen geeigneteren Platz versetzt. Ein perfekt bepflanztes Blumenbeet enthält große und kleine Stauden sowie Blumen, Grünpflanzen und Bodendecker. Schön ist es, wenn man pro Beet ein oder mehrere große Stauden oder Blumen als 'Hauptfiguren' inszeniert und die kleineren Pflanzen darum gruppiert. Geranien und Ringelblumen, Rittersporn und Fleißiges Lieschen, Petunien, Tränendes Herz, Tagetes, Dahlien, Margeriten, Stiefmütterchen und Astern und natürlich die Rose, die Königin der Blumen, sind in vielen Blumenbeeten gerne gesehene und recht unkomplizierte Gäste.

Geranien für alle gärtnerischen Wünsche

Vor dem Einpflanzen sollte man sich genau über die Ansprüche der Pflanzen erkundigen, damit sie sich an ihrem neuen Standort voll entfalten können. Viele Blumenarten sind inzwischen in so vielen Zuchtvarianten zu haben, dass man für jeden Platz im Garten und jeden Geschmack die geeignete Blühpflanze finden kann. So gibt es mittlerweile nicht mehr nur die altbekannten roten Geranien, die strenggenommen eigentlich "Pelargonien" heißen, sondern unzählige Züchtungen mit weißen, pinken, orangefarbenen, ja sogar lilafarbenen oder mehrfarbigen Blüten. Auch duftende Geranien-Arten, die Mücken vertreiben, bodendeckende oder rankende Blumen der Gattung "Pelargonium" stehen dem eifrigen Gärtner zur freien Auswahl.

Den Raum im Garten optimal nutzen

Bedenken sollte man immer, dass die frisch eingesetzten Pflanzen noch an Umfang zunehmen. Deswegen am Anfang lieber etwas größere Abstände zwischen den Blumen wählen und lichte Stellen übergangsweise mit einjährigen Pflanzen oder Pflanzkübeln besetzen. Um die Fläche des Gartens, egal ob groß oder klein, optimal auszunutzen, empfiehlt sich die optische Aufteilung des Raumes. Ein Kiesweg zwischen den Beeten, eine Beetbegrenzung mit Natursteinen und vielleicht sogar ein kleines Hochbeet inmitten des ansonsten tiefergelegenen Blumenbeetes schaffen einen attraktiven Blickfang. Auch hohe Staudenbeete, eine kleine Buchsbaumhecke am Beetrand oder geschickt platzierte Rankgitter oder Pergolen machen aus dem Garten einen ganz besonderen Raum. Traumhaft in einem großen Garten ist ein Laubengang, an dem man Kletterrosen oder Clematis, aber auch Bohnen, Erbsen oder Kapuzinerkresse hochranken lässt.