Viele Kleinunternehmer, Handwerker und andere Selbständige benötigen einen Ort, an dem sie Materialen, Ersatzteile und Ähnliches lagern können. Anstatt einen teuren Lagerraum anzumieten, kann ein eigener Lagerraum auch selbst eingerichtet werden, sofern Platz vorhanden ist.

Wer für die tägliche Arbeit Ersatzteile oder Baumaterialien vorrätig haben muss, bezahlt gewöhnlich teures Geld für die Anmietung eines Lagerraumes. Mit etwas handwerklichem Geschick ist die Einrichtung eines betrieblichen Lagers jedoch gar nicht so schwer selbst zu bewerkstelligen.

Ungenutzte Räume im eigenen Haus umgestalten

Ein Handwerker, der vor allem kleinere Ersatzteile und Materialen deponieren muss, kann problemlos einen Kellerraum oder den Speicher zum Lagerraum umgestalten. Gewöhnlich reicht es, ein paar solide Regale aus dem Baumarkt zu installieren sowie einige Kisten und Pappkartons zu kaufen, in denen Kleinteile verwahrt werden. Eine gute Beschriftung und eine Liste, was in welcher Kiste aufbewahrt wird, hilft beim Wiederfinden. Sollten sich unter den Arbeitsmaterialien giftige Substanzen befinden, ist es wichtig, dass diese in einem abschließbaren Schrank aufbewahrt werden, so dass keine Unbefugten Zugriff darauf haben. Dies gilt vor allem, wenn Kinder im Haus leben.

Handelt es sich um schwere Teile, die niemand die Treppen hoch- und runtertragen will, wird ein ebenerdiger Raum benötigt. Die Einrichtung eines betrieblichen Lagers kann zum Beispiel auch in einer Garage geschehen, wenn der Platz nicht für das Auto benötigt wird, oder in einem Schuppen im Garten. Jeder Baumarkt bietet heute schöne Holzhütten an, die vor allem für Gartenbesitzer gedacht sind, die darin Gartengerätschaften, Gartenmöbel und Grillaccessoires für den Sommer aufbewahren. Aber natürlich können diese Holzhütten auch als hübscher kleiner Lagerraum eingerichtet werden.

Achtung: Wenn’s mehr sein soll, muss eine Baugenehmigung her

Ist auf dem eigenen Grundstück genug Platz vorhanden, kann natürlich auch ein eigener Schuppen aus Stein oder Holz gebaut werden – allerdings schlägt dann ganz schnell Sankt Bürokratius zu und verlangt eine Baugenehmigung. Die Regelungen, ab welcher Größe eine Baugenehmigung notwendig ist, sind von Bundesland zu Bundesland verschieden. Bevor der erste Spatenstich für das Fundament gemacht wird, sollten auf jeden Fall die entsprechenden Auskünfte beim zuständigen Bauamt eingeholt werden. Dies betrifft nicht nur den geplanten Bau selbst, sondern auch die Beachtung existierender Bebauungspläne. Das gleiche gilt, wenn fertige Container o.ä. auf dem eigenen Grundstück aufgestellt werden sollen.

So muss letztendlich jeder selbst entscheiden, ob es der bürokratische Aufwand und die Kosten, die sich dadurch und durch den Bau selbst ergeben, wert ist, ein eigenes Lager einzurichten oder ob es dann doch günstiger ist, bei einem angemieteten Lagerraum zu bleiben. Meistens ist es jedoch die Mühe wert, einen Lagerraum genau nach den eigenen Wünschen einrichten zu können und auf Jahre hinweg die Miete zu sparen.