Welcher Fußboden ist der Richtige?
So wichtig ein solides Fundament für den Hausbau an sich ist, genauso viel Aufmerksamkeit gilt auch der Gestaltung des Fußbodens, damit man keine kalten Füße bekommt. Unterschiedliche Elemente bilden den Bodenbelag, doch welche Arten von Fußböden gibt es?
Bei der Auswahl von einem richtigen Bodenbelag muss man erst einmal feststellen, welcher Funktion der jeweilige Raum dienen soll. So sind die Ansprüche innerhalb einer gemütlichen Wohnung ganz andere, als das zum Beispiel in zweckgebundenen Arbeitsräumen oder Werkshallen der Fall wäre. PVC Bodenbelag etwa schafft eine andere Struktur als Teppichboden, dafür ist der Belag universell besonders an solchen Stellen gut einsetzbar, an denen häufiger Durchgangsverkehr herrscht, denn das Material PVC gilt als besonders stapazierfähig. Gleichzeitig ist die glatte Oberfläche dieses Bodenbelages schnell und einfach zu reinigen. Auch aus diesem Grund, findet man das Material nicht bloß in Betrieben und Werkstätten, sondern auch in Kliniken und Arztpraxen. Doch auch in Ladengeschäften und Wohnküchen verlegt man gern PVC, denn diesen Bodenbelag gibt es inzwischen in vielseitigem und ästhetisch ansprechendem Design.
In der Regel wird die Grundstruktur eines Fußbodens heute seltener aus hölzernem Systemboden aufgebaut, sondern ganz einfach Estrich auf einer Stahlbetonplatte aufgebracht, auf die dann der eigentliche Bodenbelag erst aufgelegt wird. Die unterschiedliche Schichtung schützt vor Körper- und Luftschall und dient der Wärmedämmung.
Nicht-textile Bodenbeläge
PVC zählt als homogener Kunststoff zu den elastischen oder mehrschichtigen, nicht-textilen Bodenbelägen. Ähnliche Eigenschaften findet man auch bei Belägen aus Kautschuk, Linolium, Kork und Balatum.
Laminatboden, Pakett oder Fertigpakett, Dielenboden und Holzpflaster sind sogenannte Hartbeläge.
Natursteine, Steinteppiche, Terrazzo, Beton, keramische Fliesen, Steinpflaster und Gussasphalt kann man als mineralische Beläge zusammenfassen.
Textile Bodenbeläge
Teppiche gibt es in gewebter, gewirkt und gestrickter Form oder nach der Bondingmethode hergestellt. Auch Nadelvliesteppiche zählen zu den textilen Belägen. Beim sogenannten Tufting entstehen dreidimensionale Flächen und dieses Verfahren wird in der Herstellung auch am häufigsten eingesetzt.
Beanspruchungen des Bodenbelages
Die Art der Beanspruchung steht also im Fokus bei der Wahl des richtigen Fußbodens und diese Einordnung erfolgt in bestimmten Beanspruchungsklassen nach Widerstandsfähigkeit und Robustheit. Mäßige Beanspruchung erwartet man hiernach etwa in haushaltsüblichen Bädern, die nur kurzzeitige dem Spritzwasser standhalten müssen. Wände und Böden in öffentlichen Duschen und Schwimmbecken oder Fleischzerlegebetiebe werden vergleichsweise viel gebraucht, die Wasserbeanspruchung ist hoch und auch die chemische Reinigung ist ein Faktor dafür, dass diese Böden unter die bauaufsichtlichen Regelungen als hochbeanspruchte Bereiche eingestuft werden können.
Wohnzimmer und Büros, Treppenhäuser und Hotels gelten dagegen als trockene Räume, in denen unter normalen Bedingungen kein Kondenswasser auftritt, weil die Luft innerhalb dieser Bereiche nicht mit Feuchtigkeit gesättigt ist.