Wer seinen Wänden ein neues Gewand geben möchte, steht vor der Entscheidung, ob er seine Zimmer streichen oder tapezieren soll. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile.

Gerade bei Altbauwohnungen sind die Wände oft so uneben, dass sich hier eher eine gute Tapete anbietet, die kleinere Risse kaschieren kann. Dabei kommt es natürlich sehr auf die Qualität der Tapete an. Richtiges Tapezieren beginnt daher bereits beim Einkauf im Baumarkt. Neben den optischen Eigenschaften wie Muster und Farbe zählt vor allem das verarbeitete Material im Produkt. Das Grundmaterial der Tapeten ist Papier. Auch bei Metallic-, Textil-, Velours- oder Vinyltapeten ist Papier als Trägermaterial nötig. Als weitere Komponente kommt die Farbe ins Spiel. Generell kann man sagen, dass bei den günstigeren Tapeten einfache Farben auf dünnerem Papier verwertet werden und bei hochwertigeren Tapeten bessere Farben auf stärkerem Papier. Die Qualität der Farben und des Trägerpapiers bestimmen, ob eine Tapete lichtbeständig, reinigungsfähig oder sogar abwaschbar ist.

Für den Käufer sind diese Eigenschaften an der Tapeten-Kennzeichnung auf der Verpackung zu erkennen. Hilfestellung zum Berechnen der benötigten Menge an Tapetenrollen für das Tapezieren können die Fachberater im Baumarkt geben. Bei der Auswahl an Mustern sind dem Käufer kaum Grenzen gesetzt: von ornamentalen oder geometrischen Mustern bis zur großformatigen Fototapete findet man für jeden Geschmack und Geldbeutel das Passende. Dabei haben hochwertige Tapeten mit extravaganten Mustern durchaus ihren Preis.

Bevor es ans eigentliche Tapezieren geht sind noch einige Vorarbeiten zu leisten. Zunächst müssen alte Leim- und Farbspuren sowie Tapetenreste entfernt und eventuelle Risse im Putz sorgfältig ausgebessert werden. Dies ist bisweilen etwas mühsam und zeitaufwendig, aber je sauberer und ebener der Untergrund ist, desto besser und langlebiger haften die neuen Tapeten. Tapezieren lassen sich die Wände dann mit ein wenig Übung meist recht schnell.

Auch wer seine Zimmer streichen will, kann mit der richtigen Farbauswahl im Handumdrehen eine wohnliche Atmosphäre entstehen lassen. Vor der eigentlichen Streicharbeit müssen die Wandflächen mit Abbeizmittel von alten Lack- und Ölfarbschichten befreit werden. Feine Haarrisse in den Putzflächen werden mit einer verdünnten Dispersionsspachtelmasse zugestrichen, größere lassen sich mit Spachtelmasse füllen. Die Wahl der Farbe, beispielsweise Leim-, Dispersions- oder Acrylfarbe, hängt von dem Verwendungszweck und der Wandbeschaffenheit ab. Farben für Bäder und Küchen enthalten beispielsweise oft Fungizide, um trotz der höheren Luftfeuchtigkeit Schimmelbildung zu verhindern.

Bei der Entscheidung für einen Farbton kann man sich ganz nach seinen Vorlieben richten. Zu beachten ist nur, dass generell helle Volltöne schlechter decken, sich die Deckfähigkeit durch das Beimengen von Weiß jedoch verbessern lässt. Es empfiehlt sich, nicht bei der Qualität der Farben zu sparen, da es sonst beim Zimmer streichen schon mal unangenehme Überraschungen gibt, wenn die Farbe weder gut deckt noch fleckenbeständig ist. Nach den Vorarbeiten kann man nun die Zimmer streichen. Wer dies noch nicht gemacht hat, findet Hilfestellungen im Internet oder bei der Fachberatung im Baumarkt.
Fazit: Bei der Frage, ob man seine Zimmer streichen oder tapezieren soll, spielen neben der persönlichen Vorliebe vor allem die Beschaffenheit der Wände und das finanzielle und zeitliche Budget eine Rolle.

Bild:© auremar - Fotolia.com